In der SZ erschien am 21.2.15 ein bemerkenswerter Artikel:
Die moderne Medizin zwingt den Menschen eine schwierige Frage auf: Sie müssen darüber nachdenken, wie sie sterben wollen.
Für uns an Krebs erkrankte wurde im Artikel ein Brite (Richard Smith) zitiert, der provozierend behauptete "An Krebs zu sterben ist der beste Tod" Wer sich etwas umhört, erlebt ganz andere Erfahrungen.
Interessant ist die, im Artikel gezeigte, Statistik von der Gesellschaft für Palliativmedizin: Es sterben
auf Palliativ oder Hospiz 7%
im Pflegeheim 20%
zu Hause 25%
im Krankenhaus 48%
Mich überrascht der hohe Prozentsatz der Sterbefälle im Krankenhaus. Ist das ein Zeichen, dass man glaubt, dank moderner Medizin darf ein Tod nicht passieren? Daher bringt man die Leute am Ende doch noch schnell ins Krankenhaus.
Ich war nun schon oft in meinem, nicht gerade kleinen, Krankenhaus und kenne das Gelände. Ich habe aber noch nie einen Leichenwagen gesehen.
Ein Jahr nach meiner Diagnose fühle ich mich noch sehr lebendig! Doch ich werde das Thema im Auge behalten und mein Konzept weiter verfolgen.
Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium, hier will ich über meine Krankheit berichten
Mittwoch, 25. Februar 2015
Dienstag, 24. Februar 2015
Diagnose-Jubiläum und Aussichten
Am 23.8.14 habe ich einen Beitrag geschrieben. "Ein halbes Jahr". Nun ist schon ein ganzes Jahr vergangen! Im Kopf läuft immer noch im Hintergrund der Film, was da vor einem Jahr so war...
Bedanken möchte ich mich bei meinen Ärzten, dass es mir zumindest im letzten halben Jahr echt gut ging. Ich glaube, dass ich angemessen behandelt wurde: nicht zu viel und nicht zu wenig!
Mein Dank gilt besonders meiner Frau und meiner Familie, die alle Tiefs mit gehen mussten.
Viel geholfen haben mir die Freunde in myprostate.eu und nicht zuletzt auch Ihr Leser meines Blogs! Ich kann es kaum glauben: über 5000 Zugriffe auf dieses Tagebuch! Irgendwie tut es doch gut, wenn andere mitfühlen.
Wie geht es weiter? Keiner kann ernsthaft eine Prognose geben. Aber ich schlage heute unsere biedere Fernsehzeitung auf (Gong). Auch sie müssen einen "großen Schmerzreport" bringen und was steht im Kasten?
Bedanken möchte ich mich bei meinen Ärzten, dass es mir zumindest im letzten halben Jahr echt gut ging. Ich glaube, dass ich angemessen behandelt wurde: nicht zu viel und nicht zu wenig!
Mein Dank gilt besonders meiner Frau und meiner Familie, die alle Tiefs mit gehen mussten.
Viel geholfen haben mir die Freunde in myprostate.eu und nicht zuletzt auch Ihr Leser meines Blogs! Ich kann es kaum glauben: über 5000 Zugriffe auf dieses Tagebuch! Irgendwie tut es doch gut, wenn andere mitfühlen.
Wie geht es weiter? Keiner kann ernsthaft eine Prognose geben. Aber ich schlage heute unsere biedere Fernsehzeitung auf (Gong). Auch sie müssen einen "großen Schmerzreport" bringen und was steht im Kasten?
Schöne Aussichten für den weiteren Verlauf meiner Krankheit, bzw. meines Lebens!
Sonntag, 22. Februar 2015
Gedanken am Sonntagmorgen: Unser Sohn Oliver
Gelegentlich höre ich eine alte Schallplatte mit den "Psalmen Davids" von Heinrich Schütz. Samt Rumpeln und Kratzen habe ich sie in meinen MP3 Player eingespielt.
Bei dieser Musik wird Weihnachten 1972 lebendig, als unser lange gewünschtes, erstes Kind Oliver starb. Leid und Trauer sind noch präsent!
Bei dieser Musik wird Weihnachten 1972 lebendig, als unser lange gewünschtes, erstes Kind Oliver starb. Leid und Trauer sind noch präsent!
Auch wenn meine Frau und ich sehr unterschiedliche Vorstellungen vom "Jenseits" haben, sind wir uns darin einig, dass wir einmal - egal was kommt - dorthin gehen werden, wohin uns Oliver vorausgegangen ist.
Freitag, 20. Februar 2015
Achtung, Schmerz!
Als ich vor einem Jahr noch keine Ahnung von Krebs hatte, wusste ich auch nicht, dass Krebs viel mit Schmerz zu tun hat.
In meinem Befund vom 25.2.14 hieß es: "Die Schmerzen im Bereich der Rippen sind aktuell ohne analgetische Therapie gut tolerabel. Bitte im Verlauf adäquate Schmerztherapie einleiten."
Ich fragte mich damals, woher wissen die, wie und wo es mir weh tut???
Im vergangenen Jahr habe ich einiges über Schmerz gelernt - und persönlich kennengelernt! Daher hat mich das Schwerpunktthema in der aktuellen "Zeit" sehr interessiert:
"Was er bedeutet. Wie wir ihn überwinden.
Wie intensiv wir Schmerz empfinden, beeinflussen wir selbst. Deshalb helfen Medikamente und Operationen nur bedingt. Schmerztherapie muss auch im Kopf stattfinden."
Ich hoffe, aus den Artikeln lernen zu können.
Nachtrag am nächsten Tag 21.2.: Die Artikel sind lesenswert. Ich habe heute morgen keine Tablette genommen! Als aber trotz aller Gedanken die Stimmung zu kippen drohte, griff ich doch wieder nach der IBU400. Es ist ja schon positiv, dass diese einfache Dosis hilft und die in Aussicht gestellte Schmerztherapie noch nicht nötig ist.
Donnerstag, 19. Februar 2015
Altwerden ist nichts für Feiglinge
Endlich komme ich dazu, das Buch von Joachim Fuchsberger zu lesen:
„Ob es dich mit einem harten Schicksalsschlag überrascht, in der Gestalt eines Arztes, der dir mitteilt, dass deine Tage wegen einer heimtückischen Krankheit gezählt sind, oder ob dich das Alter wie ein Moor verschluckt, in dem du langsam aber unaufhaltsam versinkst: Es ist eine Zäsur, eine unabänderliche Tatsache, mit der du dich auseinanderzusetzen hast."
Mit 83 schreibt „Blacky“ dann am Ende dieses Buches: „Die letzte Hürde kommt in Sicht. Wenn sie da ist, werde ich hoffentlich mit Mut und Anstand springen."
„Ob es dich mit einem harten Schicksalsschlag überrascht, in der Gestalt eines Arztes, der dir mitteilt, dass deine Tage wegen einer heimtückischen Krankheit gezählt sind, oder ob dich das Alter wie ein Moor verschluckt, in dem du langsam aber unaufhaltsam versinkst: Es ist eine Zäsur, eine unabänderliche Tatsache, mit der du dich auseinanderzusetzen hast."
Mit 83 schreibt „Blacky“ dann am Ende dieses Buches: „Die letzte Hürde kommt in Sicht. Wenn sie da ist, werde ich hoffentlich mit Mut und Anstand springen."
Sonntag, 15. Februar 2015
Verrückt nach Meer
Zu Weihnachten hatte ich die Frage gestellt, ob ich dieses Fest noch einmal erlebe. Und nun habe ich eine Kreuzfahrt gebucht: Verrückt!
Von unserem Urlaubsort sieht man hinüber nach Bremerhaven, wo häufig Fahrten der MS Albatros beginnen und enden. Eine solche Fahrt habe ich für den Herbst geplant. Wie sehen uns die gleichnamige Fernsehserie an und genießen die Vorfreude. Das ist das Leben im „jetzt“. Ob die gebuchte Kabine leer bleibt oder jemand anderer sie benutzt, ist momentan nicht so wichtig.
Von unserem Urlaubsort sieht man hinüber nach Bremerhaven, wo häufig Fahrten der MS Albatros beginnen und enden. Eine solche Fahrt habe ich für den Herbst geplant. Wie sehen uns die gleichnamige Fernsehserie an und genießen die Vorfreude. Das ist das Leben im „jetzt“. Ob die gebuchte Kabine leer bleibt oder jemand anderer sie benutzt, ist momentan nicht so wichtig.
Samstag, 14. Februar 2015
An der Nordsee im Februar 2015
Sonnenaufgang - Sonnenuntergang (am 18.2. aktualisiert)
schon mehrere geschenkte Tage! (Aber nicht immer mit Sonne)
Donnerstag, 12. Februar 2015
Es geht bergab!
Geht es bergauf, oder bergab, habe ich am SONNTAG, 23. NOVEMBER 2014 geschrieben.
In der Tat hatte mein PSA Wert über Monate eine beängstigend kurze Verdoppelungszeit von etwa 4 Wochen erreicht. Man war schon versucht, die Linie mit dem Lineal zu verlängern und das sah nicht gut aus.
Heute hat mir mein Uro ungefragt alle Werte ausgedruckt, damit ich sie sauber bei myprostate.eu eintragen kann. Die Kurve hat im neuen Jahr die Richtung geändert. Aktuell kann man sagen: Es geht bergab!!! Da stört es gar nicht so, dass man nicht weiß, warum.
In der Tat hatte mein PSA Wert über Monate eine beängstigend kurze Verdoppelungszeit von etwa 4 Wochen erreicht. Man war schon versucht, die Linie mit dem Lineal zu verlängern und das sah nicht gut aus.
Heute hat mir mein Uro ungefragt alle Werte ausgedruckt, damit ich sie sauber bei myprostate.eu eintragen kann. Die Kurve hat im neuen Jahr die Richtung geändert. Aktuell kann man sagen: Es geht bergab!!! Da stört es gar nicht so, dass man nicht weiß, warum.
Mittwoch, 11. Februar 2015
Die Erde wird sich weiter drehen,
auch wenn ich mal nicht mehr da bin!
Weihnachten 2013 bekam ich LEVITRON ION geschenkt, ein schwebender Globus, der sich dreht und durch magnetische Kräfte gehalten wird.
Alle haben versucht, das Teil in die richtige Position zu bringen, aber es schwebte nicht. Ich wollte den Globus schon zurückschicken, aber durch die Ereignisse 2014 blieb er im Keller liegen.
Vor ein paar Tagen habe ich den Globus noch mal in Betrieb genommen und siehe da, ich fand einen Trick, ihn zum Schweben zu bringen.
Er hat nun einen schönen Platz im Wohnzimmer gefunden und erinnert mich, dass das Leben weitergehen wird...
Dienstag, 10. Februar 2015
Amtsdeutsch
Der neue Tag berichtet über den Weidener Friedhof:
... 5 Weidener, davon 4 Männer, begingen 2013 Suizid. In der Statistik werden sie unter „Gestorben nach vorsätzlicher Selbstbeschädigung“ geführt.
... 5 Weidener, davon 4 Männer, begingen 2013 Suizid. In der Statistik werden sie unter „Gestorben nach vorsätzlicher Selbstbeschädigung“ geführt.
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