Donnerstag, 23. Februar 2017

Die Menschen werden immer älter

90 Jahre soll die durchschnittliche Lebenserwartung bald betragen! Gleichzeitig steigen die Ausgaben im Gesundheitswesen und es kommen Forderungen, dass länger gearbeitet werden muss.
http://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/vermischtes-de-welt/2030-geborene-kinder-koennten-lebenserwartung-von-90-jahren-erreichen-menschen-leben-laenger-d1732172.html
Die reine Lebenszeit ist eine einfach messbare Größe. Wie es den Betroffenen mit dieser Zeit geht und was sie damit machen, oder noch in der Lage sind zu machen, ist schwierig zu beurteilen.
Durch meine Krankheit erlebe ich das Altwerden im Zeitraffermodus. Schon jetzt sehe ich, die Realität an mir und meiner Frau vorbeirauscht. Was würde ich denn in den fast 20 Jahren, die den Gesunden in meinem Alter nun geboten sind, noch sinnvolles machen können?
Mir ist immer in Erinnerung, wie meine Frau oft angesichts alter Leute entsetzt sagte: "So alt will ich nicht werden." Ich selbst bekomme auch immer das Grausen,  wenn ich in Situationen bin, wo sich nur Alte versammeln - und das ist meistens in der Kirche der Fall. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Morgen werde ich jedenfalls wieder antreten, um mit Hilfe einer Docetaxelinfusion (wird wohl auch um die 500€ kosten) einen weiteren Lebensmonat zu gewinnen.
Es gehört wohl zum Irrationalen am Menschen, dass man hohen Aufwand treibt, um das Leben um Monate zu verlängern, auf der anderen Seite aber anerkannte Risiken für Krebs locker für ein kleines, leicht vermeidbares Vergnügen in Kauf nimmt. Meine Frau weiß, was ich meine.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen