Mittwoch, 26. Oktober 2016

Woran genau stirbt man eigentlich bei Krebs?

Die Frage woran man an Krebs stirbt, ist nicht mit einem Satz zu beantworten und es ist schwer im Internet etwas zu diesem Thema zu finden.
Auszüge aus: http://board.netdoktor.de/beitrag/woran-genau-stirbt-man-eigentlich-bei-krebs.175060/
Ich glaube jeder von uns hat sich diese Frage schon mal gestellt, 'Todesursache Krebs'?
Es kommt halt immer darauf an, von welchem Krebs diejenige Person betroffen ist.
In der Regel bedeutet Krebs im Endstadium, dass der Krebs gestreut hat und Metastasen gebildet hat. Die inneren Organe, die lebenswichtige Funktionen übernehmen, werden dann auch befallen. Z.B. funktioniert bei Lungenkrebs die Lunge nicht mehr richtig oder bei einem Nierenzellkarzinom versagt die Niere. Dadurch wird der Körper automatisch vergiftet und es kommt zum Multiorganversagen.
Durch Tumorzellen und verdrängendes Wachstum, durch Herzinsuffizienz etc. können Wasseransammlungen auftreten und das Herz und die Lunge 'abdrücken', die Lunge füllt sich dann auch mit Wasser und die Atmung wird behindert. Jeder Krebskranke ist durch eine Schwächung des Immunsystems potentiell ein einfacherer Angriffspunkt für Infektionserreger. Auch durch die Chemotherapie kann das Immunsystem geschwächt werden. Verbunden mit langer Bettlägerigkeit sterben viele Krebskranke im Endstadium an einer Lungenentzündung.
Was jedoch bei vielen Tumorpatienten anzutreffen ist, ist eine allgemeine "Kachexie", also eine Abgemergeltheit, viele Patienten sind kaum mehr als Haut und Knochen, wenn man sie anblickt. Dies liegt daran, dass der Tumor ein sehr energieverbrauchender Prozess ist, gleichzeitig die Betroffenen natürlich auch Schmerzen haben und teilweise ganz andere Gedanken haben, als große Mengen Nahrung zu essen.
So kann es dann z.B. zu einer Entgleisung der Elektrolyte kommen mit entsprechenden Folgen, wie z.B. eine Herzrhythmusstörung, die dann zum Tode führt. Aber auch viele andere genaue Todesursachen sind möglich.
Bei einem Krebs, der beispielsweise zu einer Absiedelung (Metastase) ins Gehirn führt, kann diese Metastase auch wachsen und somit gesundes Gehirngewebe "abdrücken", da das Gehirn ja von Schädelknochen umgeben ist, die nicht nachgeben bei Druck. Dann kann letztendlich ein Teil des Stammhirns in das Übertritts-Loch zum Rückenmark gedrückt werden, wodurch dann das Atemzentrum, dass im Stammhirn liegt, abgeklemmt wird und nicht mehr arbeiten kann.

Fazit für mich: Das mit der rapiden Gewichtsabnahme habe ich erlebt. Im Vergleich dazu sind die Gesichtsprobleme eher lästig. Wie es kommt bleibt wohl "mein letztes Abenteuer".
Bemerkenswert heute die Todesanzeige eines "freischaffenden Denkers" (Jahrgang 1957) in unserer Zeitung: Erst am Ende unseres Weges stehen die Antworten.

Kommentare:

  1. Guten Tag Tank45,

    wir betreiben mit www.elysium.digital ein unabhängiges und überkonfessionelles Online-Magazin zu Leben, Sterben, Tod und Werden.

    Ich würde gerne ein Interview mit Ihnen führen. Über eine positive Rückmeldung würde ich mich freuen: redaktion [at] elysium.digital.

    Mit freundlichem Gruß
    Michael Ziegert

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    1. Ich habe den Faden aufgegriffen und mit Herrn Ziegert ein interessantes Gespräch geführt. Seien Sie gespannt auf den 11.11.16

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